Rund ums Brünnla

BrünnlaFoto: Thomas Freymüller
 

Was uns freut: Die Quelle am Brünnla sprudelt seit dem letzten Bericht zuverlässig vor sich hin. Es reicht im Moment sogar für eine ganz ordentliche Befüllung des Biotops. Dennoch können wir nur hoffen, dass die Niederschläge der letzten Wochen und Monate soweit ausreichen, dass wir wenigstens einigermaßen problemlos durch die bevorstehenden Sommermonate hindurch kommen. 

Aus Kontakten zur Stadt Nürnberg und der Infra in Fürth haben wir gelernt, dass sich die allgemeine Grundwassersituation in der gesamten Region mit dem Jahrhundertsommer 2015 nochmals deutlich verschlechtert hat. In der Straße „Am Birnbaum“ befindet sich eine Grundwassermessstelle, welche den bis dorthin reichenden Blasensandstein erschließt und seit 09.2012 mit einer Datenaufzeichnungseinrichtung der Grundwasser-Ganglinien versehen ist. Den Daten ist zu entnehmen, dass der Grundwasserspiegel im gesamten Aufzeichnungszeitraum noch nie so niedrig war, wie zum Zeitpunkt der letzten vorliegenden Messung, im November 2015. 

Was uns weniger gefreut hat: Sicherlich nicht böse gemeint, haben uns vor einigen Wochen „Zeitgenossen“ mindestens 20 – 30 Goldfische im Biotop ausgesetzt. Die Natur hat allerdings ihren bewährten Lauf genommen: Die Goldfische haben den gesamten Froschlaich aufgefressen – schade, genau dafür haben wir eigentlich ein Biotop - sind daraufhin dick und fett geworden, damit hat sie der Fischreiher besser gesehen und hat prompt alle Goldfische aufgefressen. Dummerweise waren daraufhin auch die (wenigen) Goldfische weg, die seit langem im Brünnla selbst waren. 
Ebenfalls weniger erfreulich war eine mehrfache (!) Wild-Anpflanzung von Thuja-Büschen hinter einem der Mülleimer am Wegesrand. Nein, es war weder der Bürgerverein, der diese Büsche angepflanzt hat, noch waren wir es, die diese Büsche wieder eliminiert haben! Wie am Hainberg auch, handelt sich auf der Wiese um eine sogenannte Sandmagerrasenfläche. Hierfür gibt es aus Naturschutzgründen gewisse Vorgaben und Spielregeln, was dort – wenn überhaupt - gepflanzt werden darf, oder eben auch nicht. Dabei geht es überhaupt nicht darum, gezüchtete oder „fremde“ Pflanzen pauschal zu verdammen, vielmehr haben  Untersuchungen ergeben, dass der Lebensraum der meisten Tierarten, Insekten usw. an heimische, standortgerechte Gehölze gebunden ist. Pflanzenteile exotischer Sträucher, Bäume und Büsche sind dagegen für heimische Insekten oftmals sogar völlig ungenießbar und zumindest nicht nutzbar. 
Was uns natürlich ebenfalls überhaupt nicht gefallen hat, ist hier in aller Deutlichkeit zu sehen: 
Wir verstehen es einfach nicht! Die Stöcke lagen noch daneben, mit denen irgendwelche Zeitgenossen „einfach so mal“ durch die Pflanzen am Brünnla hindurchgezogen sind. Schade, die Pflanzen waren – wenn auch "nur“ Disteln - gerade kurz vor der Blüte! 

Wie geht es weiter? Trotz allem, oder auch jetzt erst recht: Ihr Bürgerverein hat „Rund ums Brünnla“ noch so Manches in der Planung: 

  • Das Insektenhotel befindet sich noch voll in der Bauphase. Wir freuen uns aber schon sehr auf die Fertigstellung und werden weiter über die Fortschritte berichten. Danke an dieser Stelle schon mal dem Gebersdorfer Kinder- und Jugendhaus z.punkt für die intensive, tatkräftige Zusammenarbeit und für die konkrete Umsetzung des Projektes. 
  • Die Planungen zum Ausbau der vorhandenen „Obstbaumallee“ zu einer richtigen Streuobstwiese schreiten voran. Verhandlungen mit dem Eigner der Fläche, dem Liegenschaftsamt der Stadt Nürnberg, sind am Laufen. Wenn alles klappt können wir vielleicht schon im Herbst mit den Pflanzarbeiten beginnen. Wenn jemand Interesse hat speziell dieses oder auch anderweitige Projekte zu unterstützen: Sowohl finanzielle als auch tatkräftige Unterstützung ist jederzeit herzlich  willkommen! 

Zum Abschluss des Berichts möchten wir uns diesmal ganz bewusst und herzlich bei den Naturfreunden, Spaziergängern, Hundehaltern u.v.m. bedanken, die uns doch tatsächlich und immer wieder beim Aufsammeln des Unrats im Umfeld des Brünnla unterstützen. Ja, die gibt es tatsächlich und es ist wirklich eine große Hilfe, wenn Sie bei einer Ihrer Runden über die Wiese einfach mal ein paar der Überbleibsel anderweitiger, weniger naturbedachter Zeitgenossen zur Mülltonne oder zu einem der Mülleimer bringen.

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